19.09.2012 | Grüne im Regionalverband warnen vor Panikmache bei der Windkraft

Die bünd­nis­grü­ne Frak­ti­on im Saar­brü­cker Schloss warnt die Ver­ant­wort­li­chen im Regio­nal­ver­band vor über­trie­be­ner Panik­ma­che und Ver­teu­fe­lung bei Wind­kraft­an­la­gen. Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Man­fred Jost erklärt dazu: „In einem Arti­kel der Saar­brü­cker Zei­tung wur­de der Ein­druck erweckt, als gin­gen die Pla­nun­gen für künf­ti­ge Wind­kraft­an­la­gen auf Kos­ten von Natur und Tou­ris­mus. Hier sol­len offen­bar künst­li­che Inter­es­sen­kon­flik­te her­bei­ge­re­det wer­den. Der Unter­gang der Kul­tur­land­schaft steht aber nicht bevor – jeden­falls nicht wegen eini­ger Wind­rä­der.
Unter der Ägi­de von Simo­ne Peter als Umwelt­mi­nis­te­rin sind bereits alte Zöp­fe abge­schnit­ten wor­den, die den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en behin­der­ten. Das betraf die Pla­nungs­ho­heit, aber auch die bis dahin will­kür­li­che, restrik­ti­ve Rege­lung für Wind­vor­rang­ge­bie­te. Offen­bar wol­len man­che jetzt die alten Zöp­fe wie­der dran nähen.
Wir bedau­ern das, zumal die Pla­nun­gen bis­lang durch­aus in gedeih­li­chen Bah­nen ver­lie­fen. Die betei­lig­ten Kom­mu­nen haben erkannt, dass sie aus dem Aus­bau rege­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en beträcht­li­che Nut­zen zie­hen. So kann jedes instal­lier­te Mega­watt Wind­kraft einer Gemein­de Gewer­be­steu­er­ein­nah­men von 10.000 € nach Abschrei­bung brin­gen. Gegen Koope­ra­tio­nen zwi­schen den Gemein­den bei den Inves­ti­tio­nen und eine Abstim­mung unter­ein­an­der ist dabei nichts ein­zu­wen­den. Hier kann und soll­te der Regio­nal­ver­band eine ver­mit­teln­de und mode­rie­ren­de Rol­le spie­len. Damit die berech­tig­ten Belan­ge des Land­schafts­schut­zes zur Gel­tung kom­men, hat der Regio­nal­ver­band ja – wie berich­tet – ein Gut­ach­ten bei der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dort­mund in Auf­trag gege­ben, an des­sen Kos­ten sich das Land in erheb­li­chem Umfang betei­ligt. Des­sen Ergeb­nis­se soll­te man abwar­ten. Kurz gesagt: Wir kön­nen in den bis­he­ri­gen Pla­nun­gen der Kom­mu­nen – etwa Man­del­bach­tal, Gers­heim oder Blies­kas­tel – noch kei­nen Wild­wuchs erken­nen. Wir sehen daher kei­nen Anlass sie jetzt zu bevor­mun­den.

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