22.07.2011 | Mittel der EU im Regionalverband für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien nutzen – Bündnis 90/Die Grünen stellen Antrag in Regionalversammlung

Heu­te hat die Grü­ne Frak­ti­on im Regio­nal­ver­band einen Antrag ein­ge­bracht, sich mit kon­kre­ten Pro­jek­ten in unse­rer Regi­on im Bereich Erneu­er­ba­re Ener­gi­en und Ener­gie­ef­fi­zi­enz beim „Euro­päi­schen Fonds für Ener­gie­ef­fi­zi­enz“ (European Ener­gy Effi­ci­en­cy Fund, EEEF)  zu bewer­ben.
Als mög­li­che Pro­jek­te schla­gen Bünd­nis 90/Die Grü­nen die wei­te­re ener­ge­ti­sche Sanie­rung von Schul­ge­bäu­den, die Instal­la­ti­on von Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen und Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­an­la­gen vor.
Zur neu­en Mög­lich­keit der Finan­zie­rung von öffent­li­chen Energieeffizienz¬programmen und Pro­jek­ten im Bereich erneu­er­ba­rer Ener­gi­en durch den EEEF erklärt Man­fred Jost, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Bünd­nis­grü­nen im Schloss:
„Ange­sichts der mas­si­ven Kür­zun­gen der schwarz-gel­ben Bun­des­re­gie­rung in den letz­ten Jah­ren in den Berei­chen der Erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und Ener­gie­ef­fi­zi­enz wie etwa beim CO2-Gebäu­de­sa­nie­rungs­pro­gramm und des Markt­an­reiz­pro­gramms (MAP) bie­tet das neue Finan­zie­rungs­in­stru­ment der EU, der EEEF, eine neue Mög­lich­keit kom­mu­na­le Pro­jek­te in den Berei­chen Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Erneu­er­ba­re Ener­gi­en zu finan­zie­ren. Die­se Chan­ce muss der Regio­nal­ver­band ange­sichts unse­rer kom­mu­na­len Haus­halts­si­tua­ti­on nut­zen. Maß­nah­men in die­sen Berei­chen tra­gen nicht nur zum Kli­ma­schutz bei, son­dern sie sind zudem ein sehr erfolg­rei­ches Kon­junk­tur­pro­gramm für die klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men oder Hand­werks­be­trie­be der regio­na­len Wirt­schaft in Deutsch­land. Auch im Regio­nal­ver­band sichern und schaf­fen der Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und  die Ver­bes­se­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz vie­le Arbeits­plät­ze. Bun­des­weit sind es allein in der Erneu­er­ba­ren-Bran­che inzwi­schen fast 400.000.  Wenn wir hier vor Ort kon­kre­te Pro­jek­te anpa­cken und umset­zen, bleibt die Wert­schöp­fung in unse­rer Regi­on,“ so Man­fred Jost.
Man­fred Jost betont dabei: „Wir soll­ten in der Regi­on die Chan­ce nut­zen, Mit­tel der EU hier­her zu holen und des­halb schnell kon­kre­te Pro­jek­te vor­schla­gen“.
Hin­ter­grund­in­fo:
Als Fol­ge der Welt­wirt­schaft­kri­se hat­te die Euro­päi­sche Uni­on mit der Ver­ord­nung (EG) Nr. 6632009 vom 13. Juli 2009 ein Pro­gramm zur Kon­junk­tur­be­le­bung für Euro­pa initi­iert. Ein Bericht der EU-Kom­mis­si­on vom 27.04.2010 kon­sta­tier­te, dass vor­aus­sicht­lich von der Gesamt­sum­me der Finanz­mit­tel des Kon­junk­tur­pa­ke­tes European Ener­gy Pro­gram­me for Reco­very (EEPR) von 3,98 Mil­li­ar­den Euro nicht alle Mit­tel gebun­den sind. Das Volu­men der unge­bun­de­nen Mit­tel beläuft sich, laut EU-Kom­mis­si­on, auf min­des­tens 146 Mil­lio­nen Euro. Dar­aus wur­de der European Ener­gy Effi­ci­en­cy Fund (EEEF) gegrün­det, der dazu bei­tra­gen soll, die EU-Zie­le bzgl. Treib­haus­gas­emis­sio­nen, Erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und Ener­gie­ef­fi­zi­enz­maß­nah­men zu errei­chen. Laut Vor­schlag der Kom­mis­si­on und ange­nom­me­nen Text des Euro­päi­schen Par­la­ments (EP) soll der EEEF fol­gen­de Maß­nah­men unter­stüt­zen:
a)    Pro­jek­te für öffent­li­che Gebäu­de, bei denen Lösun­gen auf der Grund­la­ge rege­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en und/oder der Ener­gie­ef­fi­zi­enz zum Ein­satz kom­men.
b)    Inves­ti­tio­nen für hoch-ener­gie­ef­fi­zi­en­te Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­sys­te­me (KWK) und Fern­wär­me- und Fern­küh­lungs­net­ze (ins­be­son­de­re wenn mit rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­quel­len betrie­ben).
c)    Dezen­tra­le rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­quel­len im loka­len Kon­text und ihre Inte­gra­ti­on in die Strom­net­ze.
d)    Strom­erzeu­gung im kleins­ten Maß­stab aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en.
e) Sau­be­re städ­ti­sche Ver­kehrs­mit­tel zur Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Ein­be­zie­hung rege­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en, mit einem Schwer­punkt bei öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, Elek­tro- bzw. Was­ser­stoff­fahr­zeu­gen und bei der Ver­rin­ge­rung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen.
f) Loka­le Infra­struk­tu­ren, ein­schließ­lich effi­zi­en­ter Außen­be­leuch­tung öffent­li­cher Infra­struk­tu­ren wie Stra­ßen­be­leuch­tung, Strom­spei­che­rungs­lö­sun­gen und intel­li­gen­ter Net­ze, bei denen in vol­lem Umfang die Mög­lich­kei­ten der IKT genutzt wer­den.
g)    wei­te­re Mit­tel ste­hen für die tech­ni­sche Unter­stüt­zung von loka­len, regio­na­len oder natio­na­len Behör­den bei der Umset­zung von Maß­nah­men im Bereich Ener­gie­ef­fi­zi­enz und erneu­er­ba­re Ener­gi­en zur Ver­fü­gung.

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