26.04.2013 | Bündnisgrüne unterstützen Bemühungen um gemeinsame Mediendistribution für Schulen im Saarland – Strukturen beim Medienverleih und IT-Dienstleistungen straffen

Bil­dungs­me­di­en wie CDs und DVDs kön­nen die hie­si­gen Schu­len seit gerau­mer Zeit sowohl beim Infor­ma­ti­ons- und Medi­en­zen­trum (IMZ) des Regio­nal­ver­ban­des als auch beim Lan­des­in­sti­tut für Päd­ago­gik und Medi­en aus­lei­hen. Wie aus einer Ant­wort auf eine Anfra­ge der Bünd­nis­grü­nen her­vor­geht, beur­teilt auch der Regio­nal­ver­band die­se Dop­pel­struk­tur inzwi­schen als unwirt­schaft­lich und inef­fek­tiv – und will Abhil­fe schaf­fen. Ähn­li­ches gilt für den Bereich der Dienst­leis­tun­gen bei Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gi­en.
Der bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­cher der bünd­nis­grü­nen Frak­ti­on in der Regio­nal­ver­samm­lung, Ste­phan Kör­ner, begrüßt es, dass der Regio­nal­ver­band nun  ver­nünf­ti­ge Lösun­gen anstrebt: „Wir sehen dar­in auch das Ergeb­nis unse­rer lang­jäh­ri­gen Bemü­hun­gen, den kost­spie­li­gen Ana­chro­nis­mus bei der Medi­en­aus­lei­he zu besei­ti­gen. Die Ver­wal­tung hat sich damit offen­bar unse­rem Stand­punkt ange­nä­hert: Mit dem Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um sol­len Gesprä­che geführt wer­den „mit dem Ziel einer effek­ti­ve­ren und wirt­schaft­li­che­ren Medi­en­be­reit­stel­lung durch eine ein­zi­ge Stel­le“. Mit­tel­fris­tig sei die Medi­en­aus­lei­he auf die Online-Dis­tri­bu­ti­on umzu­stel­len.
Unse­re Anfra­ge ziel­te auch auf die mög­li­che Besei­ti­gung von Dop­pel­struk­tu­ren im Bereich der Rechen­zen­tren bei Lan­des­haupt­stadt und Regio­nal­ver­band ab. Auch hier kön­nen wir uns mit der Ant­wort durch­aus anfreun­den. Es heißt dar­in: „Aus Sicht der Ver­wal­tung soll­ten die Land­krei­se und der Regio­nal­ver­band zur Ver­mei­dung von Dop­pel­struk­tu­ren und zum Erzie­len von Syn­er­gi­en stär­ker als Dienst­leis­ter für die jeweils zuge­hö­ri­gen Städ­te und Gemein­den eta­bliert wer­den.“ Ent­spre­chend sol­len auch hier die Mög­lich­kei­ten einer Über­nah­me der IT-Dienst­leis­tun­gen geprüft und ein regio­nal­ver­bands­wei­ter Arbeits­kreis ein­ge­rich­tet wer­den.
Wir sehen den Regio­nal­ver­band damit auf einem guten Weg, die im Hes­se-Gut­ach­ten auf­ge­zeig­ten Pro­ble­me anzu­ge­hen und eigen­stän­di­ge Ant­wor­ten zu geben. Das soll­te auch in ande­ren Berei­chen gel­ten – etwa bei Tou­ris­mus, Wirt­schafts­för­de­rung, Waf­fen­be­hör­den und Bau­auf­sicht. Ziel muss sein, inner­halb des Regio­nal­ver­bands die Ver­wal­tungs­struk­tu­ren zu straf­fen und gleich­zei­tig die Bür­ger­nä­he zu erhal­ten und mög­lichst noch aus­zu­bau­en.

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