05.03.2013 | Grüne und Freie Wähler begrüßen Lockerung von Restriktionen für die Windkraft – Künftig auch Anlagen in Landschaftsschutzgebieten möglich

Simo­ne Peter, Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Saar­brü­cker Kreis­vor­sit­zen­de der Bünd­nis­grü­nen und Ralf Hek­tor, Ver­tre­ter der Frei­en Wäh­ler und ener­gie­po­li­ti­scher Spre­cher der bünd­nis­grü­nen Frak­ti­on im Saar­brü­cker Schloss, begrü­ßen die Ver­ord­nung des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums, die den Bau von Wind­kraft­an­la­gen auch in Land­schafts­schutz­ge­bie­ten grund­sätz­lich zulässt:
„Der bis­her gel­ten­de gene­rel­le Aus­schluss von Wind­kraft­an­la­gen in Land­schafts­schutz­ge­bie­ten war will­kür­lich und wirk­te pro­hi­bi­tiv. Des­halb hat­te das grün geführ­te Umwelt­mi­nis­te­ri­um die­se Ver­ord­nung im Jahr 2011 noch auf den­Weg gebracht. End­lich tritt sie nun in Kraft. Denn gera­de im Regio­nal­ver­band wären die ver­blei­ben­den Flä­chen für Wind­ener­gie­an­la­gen ver­nach­läs­sig­bar klein gewe­sen – das gene­rel­le Ver­bot von Wind­kraft­an­la­gen in Land­schafts­schutz­ge­bie­ten hät­te hier de fac­to eine recht­lich frag­wür­di­ge Ver­hin­de­rungs­pla­nung bedingt. Mit der Zulas­sung kom­men nun grö­ße­re Flä­chen im Bereich der Lan­des­haupt­stadt, aber auch der Gemein­den Rie­gels­berg, Heus­wei­ler und Sulz­bach als poten­ti­el­le Stand­or­te für Wind­kraft­an­la­gen in Fra­ge.
Selbst­ver­ständ­lich müs­sen Belan­ge des Natur­schut­zes und des Arten­schut­zes wei­ter­hin strikt beach­tet wer­den.
Die stren­gen Ein­zel­fall­prü­fun­gen und Auf­la­gen zur Umwelt­ver­träg­lich­keit auf Flä­chen in Land­schafts­schutz­ge­bie­ten gewähr­leis­ten einen öko­lo­gisch ange­pass­ten Betrieb der Anla­gen und erschlie­ßen zusätz­li­che Poten­tia­le zur Redu­zie­rung der CO2-Belas­tung im Regio­nal­ver­band. Im Jahr 2012 hat Deutsch­land mit Hil­fe der Wind­kraft knapp 30 Mil­lio­nen Ton­nen CO2eingespart. Kli­ma­schutz und Umwelt­schutz sind eng mit­ein­an­der ver­bun­den und begin­nen auf loka­ler Ebe­ne.
Damit begüns­ti­gen wir nicht bloß die Ener­gie­wen­de – wir erschlie­ßen auch den betei­lig­ten Gemein­den und nicht zuletzt dem Saar­forst beträcht­li­che Ein­nah­me­quel­len. Die­se Ein­nah­men kön­nen einen Bei­trag zur Sanie­rung  der über­schul­de­ten Haus­hal­te leis­ten.
Die Aus­wir­kun­gen auf das Land­schafts­bild an den poten­ti­el­len Stand­or­ten wer­den gegen­wär­tig in einer vom Land geför­der­ten Stu­die der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dort­mund unter­sucht. Wir wol­len den Pro­zess wei­ter­hin kri­tisch und kon­struk­tiv beglei­ten, um die Ener­gie­wen­de im Regio­nal­ver­band vor­an­zu­brin­gen.“

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