06.12.2010 | Grüne im Regionalverband begrüßen Weiterführung der „Stromsparchecks“

Die Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen im Regio­nal­ver­band zeigt sich erleich­tert dar­über, dass die Ener­gie­be­ra­tung für ein­kom­mens­schwa­che Haus­hal­te – das Pro­gramm „Strom­spar­checks“ – auch im kom­men­den Jahr gesi­chert ist. Dafür hat das saar­län­di­sche Umwelt­mi­nis­te­ri­um mit Unter­stüt­zung von ARGE Solar und hei­mi­scher Ener­gie­wirt­schaft gesorgt. Ein Antrag der Grü­nen im Regio­nal­ver­band, 50 Strom­spar­checks in eige­ner Regie zu über­neh­men, wur­de indes am Don­ners­tag mit den Stim­men von SPD, CDU und FDP abge­lehnt.
Man­fred Jost, Vor­sit­zen­der der Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen im Regio­nal­ver­band, bedau­ert die Ableh­nung des Antrags. Jost wört­lich: „Es hät­te dem Regio­nal­ver­band gut ange­stan­den, sich an der Ret­tung des Pro­gramms zu betei­li­gen – zumal davon auch die Kom­mu­nen pro­fi­tie­ren: Der Regio­nal­ver­band spart dadurch bei den „Kos­ten der Unter­kunft“. Gera­de ange­sichts wei­ter stei­gen­der Ener­gie­prei­se wäre eine Ein­stel­lung des Pro­jekts absurd gewe­sen. Schließ­lich hat der Bund gera­de künf­ti­ge Heiz­kos­ten­stei­ge­run­gen voll auf die Kom­mu­nen abge­wälzt“ (sie­he dazu auch unse­re Pres­se­er­klä­rung vom 03.12.2010).
Im Rah­men des Pro­jekts „Strom­spar­check“ waren zwei Jah­re lang vier – zuvor lang­zeit­ar­beits­lo­se – Strom­spar­hel­fer im Saar­land unter­wegs und hat­ten 306 ein­kom­mens­schwa­che Haus­hal­te über Ein­spar­mög­lich­kei­ten bei Strom und Was­ser bera­ten. Im Schnitt betrug die Ein­spa­rung je Haus­halt 552 kWh Strom, 18m3 Was­ser und 408 kWh Heiz­ener­gie. Das Pro­jekt trug somit zur Ent­las­tung der betrof­fe­nen Haus­hal­te, aber auch der für die Kos­ten der Unter­kunft zustän­di­gen Kom­mu­nen bei und erbrach­te ins­ge­samt eine Erspar­nis von 12.500 kg CO2 –Emis­sio­nen. Eine Kür­zung der Mit­tel durch das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um hat­te die Wei­ter­füh­rung des Pro­jekts zwi­schen­zeit­lich gefähr­det.
Die Eva­lua­ti­on eines ver­gleich­ba­ren Pro­jekts in Frank­furt am Main ergab lang­fris­ti­ge Ein­spa­run­gen pro Strom­spar-Check von ins­ge­samt 1.300 € (174 € pro Haus­halt und Jahr). Die von der Frak­ti­on ver­an­schlag­ten Kos­ten für den Regio­nal­ver­band wären also bei wei­tem gedeckt. Dar­über hin­aus beschei­nig­ten die Gut­ach­ter dem Frank­fur­ter Pro­jekt indi­rek­te Nut­zen, also Beschäf­ti­gungs­för­de­rung und Kli­ma­schutz­ef­fek­te. (Vgl.: Eva­lua­ti­on des Cari­team-Ener­gie­spar­ser­vice in Frank­furt am Main (Mai 2009) im Auf­trag des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Umwelt, Natur­schutz und Reak­tor­si­cher­heit, von Elke Dünn­hoff (ifeu-Insti­tut) und Imma­nu­el Stieß (ISOE-Insti­tut).

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