08.08.2011 | Bündnisgrüne: Anfrage zu Todesfällen in Saarbrücken-Burbach

Zum tra­gi­schen Tod einer 36-jäh­ri­gen Frau aus Bra­si­li­en und ihres zwei­jäh­ri­gen Kin­des im Saar­brü­cker Stadt­teil Bur­bach hat die Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen bereits am 01.08. eine Anfra­ge an den Regio­nal­ver­band gestellt.
Dazu erklärt der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Man­fred Jost: „Wir woll­ten in die­sem Fall jede Sen­sa­ti­ons­ha­sche­rei ver­mei­den. Den­noch müs­sen sol­che Vor­fäl­le in einer mensch­li­chen Gesell­schaft, die die­sen Namen ver­dient, in jeder Hin­sicht ein­ge­hend unter­sucht wer­den – nicht zuletzt um zu ver­mei­den, dass so etwas wie­der geschieht. Das ist auch unse­re Auf­ga­be als Abge­ord­ne­te. Wir haben die Ver­wal­tung des­halb um Aus­kunft dar­über gebe­ten,
-    wie sich die Lebens­um­stän­de der Frau und ihres Kin­des zuletzt ent­wi­ckelt hat­ten und was letzt­lich zu deren Tod führ­te,
-    wel­che Kri­te­ri­en das Jugend­amt zugrun­de legt, um eine Gefähr­dung des Kin­des­wohls fest­zu­stel­len oder zu ver­mu­ten,
-    ob die­se Kri­te­ri­en im vor­lie­gen­den Fall erfüllt waren,
-    wes­halb (den­noch) zwi­schen dem Besuch von Mit­ar­bei­tern des Jugend­am­tes bei der Frau und dem Antrag auf Über­prü­fung durch das Fami­li­en­ge­richt so lan­ge Zeit ver­stri­chen ist,
-    wie sol­che Ver­fah­rens­män­gel in Zukunft ver­mie­den wer­den sol­len und was sonst von Sei­ten der Behör­den im Regio­nal­ver­band gesche­hen soll, um solch tra­gi­sche Ent­wick­lun­gen zu ver­hin­dern.“
Ange­sichts der Dring­lich­keit des Fal­les hat die Frak­ti­on um Behand­lung ihrer Anfra­ge in der nächs­ten Sit­zung des Regio­nal­ver­bands­aus­schus­ses – am kom­men­den Don­ners­tag – gebe­ten.

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