Patrick Ginsbach

Patrick Ginsbach

Grüne für Saar-Haldenkonzept

Tressel/Ginsbach: Hal­den­land­schaft ent­wi­ckeln und Poten­zia­le heben

Vor dem Hin­ter­grund der anhal­ten­den Debat­te um die Zukunft der Berg­hal­de Reden regen die Grü­nen-Poli­ti­ker Mar­kus Tres­sel und Patrick Gins­bach ein saar­län­di­sches Hal­den­kon­zept an, um die Hal­den­land­schaft zu ent­wi­ckeln und ihre Poten­zia­le zu heben. Bis­lang feh­le es an einer Gesamt­stra­te­gie mit einem Rah­men-Nut­zungs­kon­zept und über­grei­fen­den gestal­te­ri­schen Prin­zi­pi­en für die Ent­wick­lung der zahl­rei­chen Ber­ge­hal­den im Saar­land, wie die Reden-Debat­te in den ver­gan­ge­nen Mona­ten deut­lich gemacht habe. Vie­le Hal­den hät­ten im Hin­blick auf Tou­ris­mus, Frei­zeit, Natur­schutz und Kli­ma­schutz gro­ßes Poten­zi­al, das meist noch nicht geho­ben sei.

Die Debat­te um die Ent­wick­lung der Ber­ge­hal­de Reden macht deut­lich, dass es im Saar­land trotz eini­ger guter Ansät­ze vor Ort an einer Gesamt­stra­te­gie für die Ent­wick­lung der vie­len Rück­stands­hal­ten des Stein­koh­le­berg­baus im Saar­land fehlt, nach dem das Abschluss­be­triebs­plan­ver­fah­ren durch­ge­führt wor­den ist. Vie­le klei­ne­re und grö­ße­re Hal­den haben gro­ßes Poten­zi­al im Hin­blick auf Tou­ris­mus, Frei­zeit, Natur­schutz oder Kli­ma­schutz. Mit dem Anle­gen eines Hal­den­rund­wegs, wie im Regio­nal­ver­band Saar­brü­cken, ist die­ses Poten­zi­al aber oft nur ansatz­wei­se geho­ben“, sagt Patrick Gins­bach, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der von Bünd­nis 90/Die Grü­nen in der Regionalversammlung.

Je nach Topo­gra­fie, Lage und Grö­ße gebe es ver­schie­de­ne Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Dazu Mar­kus Tres­sel, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Lan­des­vor­sit­zen­der von Bünd­nis 90/Die Grü­nen Saar: „Man­che Hal­den haben tou­ris­ti­sches Poten­zi­al für Wan­de­rer und Rad­fah­rer, ande­re prä­gen die ört­li­che Iden­ti­tät als Aus­sichts­punkt oder Land­mar­ke. Ande­re Hal­den, wie etwa die Königs­hal­den in Neun­kir­chen oder der Mon­te Bar­ba­ra in Bex­bach besit­zen Poten­zi­al zur Erwei­te­rung der inner­städ­ti­schen Erho­lungs­land­schaft. Ins­be­son­de­re gilt es, die Hal­den für den Kli­ma­schutz fit zu machen: Hal­den kön­nen auch als Stand­or­te für Solar­an­la­gen die­nen oder durch Wie­der­be­wal­dung einen ent­spre­chen­den Bei­trag leis­ten, der oft auch dem Natur- und Arten­schutz hilft.“

Die bei­den Grü­nen-Poli­ti­ker for­dern ein Saar-Hal­den­kon­zept mit einer umfas­sen­de Bestands­auf­nah­me und Kate­go­ri­sie­rung aller Hal­den im Saar­land. Tres­sel und Gins­bach: „In einem Hal­den­kon­zept könn­ten Nut­zungs­per­spek­ti­ven und über­grei­fen­de gestal­te­ri­sche Prin­zi­pi­en für alle saar­län­di­schen Hal­den ent­wi­ckelt wer­den. Zudem soll­ten in dem Kon­zept die Inves­ti­ti­ons­be­dar­fe, der Bewirt­schaf­tungs­auf­wand und eine mög­li­che För­der­per­spek­ti­ve dar­ge­stellt wer­den. Auch ein lan­des­weit ein­heit­li­ches Erken­nungs- und Infor­ma­ti­ons­sys­tem der Hal­den­land­schaft wäre wich­tig. Die Lan­des­re­gie­rung ist hier in der Ver­ant­wor­tung, den ent­spre­chen­den Rah­men für die Akteu­re vor Ort bereit zu stel­len, um die Hal­den­land­schaft zukunfts­ge­rich­tet zu entwickeln.“

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