01.04.2011 | Grüne begrüßen „Faszination Forschung” mit zu Guttenberg – Neue Sendereihe des Saarländischen Rundfunks – erster Schwerpunkt Energie

Wie die Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen im Regio­nal­ver­band aus unge­wöhn­lich gut unter­rich­ten­den Krei­sen erfah­ren haben will, plant der Saar­län­di­sche Rund­funk eine eige­ne Sen­de­rei­he „Fas­zi­na­ti­on For­schung”. Sie will jun­ge Men­schen in locke­rer Form mit der Pra­xis wis­sen­schaft­li­cher For­schung ver­traut machen. Als Mode­ra­tor konn­te der ehe­ma­li­ge Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Karl-Theo­dor zu Gut­ten­berg gewon­nen wer­den.
Ste­phan Kör­ner, Grü­ner Abge­ord­ne­ter in der Regio­nal­ver­samm­lung und Staats­se­kre­tär im Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um, bezeich­net das erzie­he­ri­sche Kon­zept der Sen­de­rei­he als „vor­bild­lich”. Auch die Wahl des Mode­ra­tors sei ein „Glücks­griff”: „Herr zu Gut­ten­berg hat gezeigt, dass er wie kein Zwei­ter For­schungs­er­geb­nis­se Drit­ter glaub­haft zu ver­mit­teln ver­mag. Ein sol­ches Talent darf man nicht brach lie­gen las­sen.” In der ers­ten Sen­dung – mit dem Schwer­punkt Ener­gie – wird Nobel­preis­an­wär­ter Cem Özde­mir erklä­ren, wie­so Giga­byte, Giga­watt und Giga­watt­stun­de phy­si­ka­lisch gese­hen eigent­lich alles das­sel­be sind. Die­se Zusam­men­hän­ge sind indes dem Saar­län­di­schen Rund­funk schon längst geläu­fig.
Ein wei­te­res The­ma der Sen­dung wird die Vor­stel­lung eines neu­ar­ti­gen Steck­do­sen-Strom­fil­ters sein. Die­ses von der Saar­brü­cker Hoch­schu­le für Tech­nik und Wirt­schaft (HTW) im Auf­trag von Bünd­nis 90/Die Grü­nen ent­wi­ckel­te Gerät wird ein­fach auf die Steck­do­se auf­ge­setzt und kann den Anteil der ver­schie­de­nen Erzeu­gungs­ar­ten in Echt­zeit regu­lie­ren. So lässt sich etwa auf Wunsch Atom­strom effek­tiv aus dem Netz fil­tern. Der Bünd­nis­grü­ne Kör­ner bezeich­net die Ent­wick­lung der HTW als „bahn­bre­chend“ für die Ener­gie­po­li­tik: „Wir wol­len doch mal sehen was pas­siert, wenn die Anbie­ter auf ihrem Atom­strom ein­fach sit­zen blei­ben. Dage­gen näh­me sich die Plei­te mit dem E10-Treib­stoff ver­gleichs­wei­se harm­los aus.”
Ledig­lich bei Strom aus Was­ser­kraft­an­la­gen gibt es zur­zeit noch tech­ni­sche Pro­ble­me. Ein zu hoher Anteil kann unter Umstän­den zu Kurz­schlüs­sen im Gerät füh­ren. Die HTW arbei­tet hier fie­ber­haft an einer Lösung. Bis das Gerät in saar­län­di­schen Bau­märk­ten erhält­lich ist, kann also noch eine Wei­le dau­ern.

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